zum Hauptinhalt springen

Unsere Geschichte

Erfahren Sie mehr über uns!

Die reiche Tradition des American Colony Jerusalem geht zurück bis ins ausgehende 19. Jahrhundert, als die gläubigen Christen Horatio und Anna Spafford nach einer Reihe tragischer Ereignisse im Jahr 1881 ihre Heimat Chicago verließen, um in der heiligen Stadt Jerusalem Frieden zu finden und Familien in Not zu helfen.

Die Spaffords bezogen Stärke aus ihrem Glauben und Trost aus dem von Horatio Spafford nach dem Verlust ihrer vier jungen Töchter in einem Schiffsunglück verfassten Kirchenlied „It is Well with my Soul“. Zusammen mit 16 weiteren Mitgliedern ihrer Kirchengemeinde, die sich selbst „The Overcomers“ nannten, reisten sie nach Jerusalem und ließen sich in einem kleinen Haus in der Altstadt nieder.

 

Sie waren keine Missionare, strebten jedoch wie die frühen Christen nach einem einfachen Leben mit gemeinschaftlich geteiltem Besitz. Da ihre Tür für ihre arabischen und jüdischen Nachbarn wie auch für die Beduinen aus der Stadt und jenseits des Jordan stets offenstand, hatten sie bald gute Beziehungen zu den Einheimischen aufgebaut und waren weithin für ihre Güte und ihre Hilfsbereitschaft bekannt. Die Leute nannten sie einfach „die Amerikaner“. 1894 schlossen sich 70 in den Vereinigten Staaten lebende Schweden „den Amerikanern“ an, zwei Jahre später gefolgt von 55 weiteren Neuankömmlingen aus Nås in Schweden und die somit massiv gewachsene Gruppe benötigte ein größeres Haus. Sie erwarben ein Gebäude, das ursprünglich als Palast für einen Pascha und seine vier Frauen errichtet worden war und bald darauf das American Colony Hotel werden sollte. Die Wurzeln des American Colony Hotel Jerusalem wurden 1902 gelegt, als Baron Ustinov (der Großvater des Schauspielers Sir Peter Ustinov), unzufrieden mit den türkischen Gasthäusern jener Zeit, nach einer angemessenen Unterkunft für seine Besucher aus Europa und Amerika suchte.

 

Schon bald wurde das American Colony die Anlaufstelle für westliche Reisende und Pilger, die mit den damals in Jerusalem vorhandenen Unterkünften nicht zufrieden waren. Das American Colony Hotel hat bereits zahllose Herausforderungen und eine Reihe von Kriegen überstanden und sich einen besonderen Platz in der Geschichte der Stadt gesichert. Von hier stammt auch die weiße Flagge – gefertigt aus einem Bettlaken aus einem der Spitäler des Colony und derzeit im Imperial War Museum in London zu sehen –, die 1917 den Waffenstillstand einleitete, der die osmanische Herrschaft in Jerusalem beendete.

Das Colony war hier schon immer als Insel der Neutralität inmitten der turbulenten örtlichen Politik bekannt. Die Besitzer des Colony waren weder Araber noch Juden, sondern Amerikaner, Briten und Schweden. Daher hatte es stets Freunde in allen Teilen der bunt gemischten Bevölkerung von Jerusalem. Es ist nicht nur eine Oase des Friedens für Treffen zwischen Juden und Arabern, sondern auch ein beliebtes Ziel für internationale Journalisten, hochrangige Vertreter der Vereinten Nationen und Diplomaten aus aller Welt.

 

Die ursprünglichen Gründer behielten ihr ehemaliges Haus in der Altstadt und nutzten es, um Kindern in Not zu helfen, wobei das Angebot im Laufe der Jahrzehnte immer mehr erweitert wurde. Heute befindet sich dort das Spafford Children's Center mit Abteilungen zur Säuglingsfürsorge und zur medizinischen und sozialen Betreuung einheimischer Kinder.

Auch wenn Horatio Vester, das Enkelkind der Spaffords, mit Erreichen des Ruhestands 1980 das Tagesgeschäft in die Hände von Gauer Hotels aus der Schweiz gelegt hat, ist das American Colony nach wie vor im Besitz der Nachfahren der ursprünglichen Gründer, die auch den Verwaltungsrat bilden und weiterhin eng involviert sind. Das Colony ist ebenso Teil ihrer Familiengeschichte wie Teil der Geschichte von Jerusalem.

 

Der neueste Artikel von Mary Pelletier über das Archiv der American Colony: http://www.middleeasteye.net/in-depth/features/religious-pilgrims-who-built-photographic-empire-712417956#block-disqus-disqus-comments

 

Klicken Sie auf den folgenden PDF-Link für faszinierende historische Einblicke mit exklusiven Fotos der Fotoabteilung der American Colony aus dem frühen 20. Jahrhundert.

 

 

Zurück nach oben